Ich will mich ja nicht aufregen, aber...
Heute war es heiß draußen. Sehr heiß. Und was macht der durchschnittliche Städter, wenn es sehr heiß draußen ist? Richtig, er packt sein Hirn in die Tiefkühltruhe – und sich selbst aufs Fahrrad...
Nun trifft es sich leider, dass in Städten bekanntlich so einige Menschen leben. Und wenn die nun alle Hirn gegen Lenker tauschen? - Genau...
Eigentlich wär's mir ja auch reichlich egal, wenn sich irgendwelche Zombies auf der Suche nach Sonnenbräune gegenseitig die Fahrräder verbeulen – wenn ich heut nicht auch aufs Fahrrad gemusst hätte... Und ein Glück, dass ich mich heute morgen dagegen entschieden hatte, mein Hirn an einem kühleren Ort zu deponieren. Es war schon mit Hirn lebensgefährlich genug...
Wie viele Beinahe-Crashs und Fast-Kollisionen mit träumend-dreisten Fußgängern und zuvor erwähnten Radel-Zombies ich heute überlebt habe, da kriegt die Guinness-Redaktion feuchte Augen...
Und nachdem mir immer wieder ein Rudel Fußgänger vor die Räder rannte, ich von unaufmerksamen Verkehrsteilnehmern auf die Autofahrbahn gedrängt wurde, oder mir – Fuß- und Fahrradweg komplett verstopfend – fünf Tonnen Oma auf zwei Rädern entgegenkamen, so dass ich mich nur noch fragte, ob meine Todesursache 'Zerquetschen' oder 'Ersticken' heißen würde, da brannte mir doch vor allem eine Frage auf der Seele:
Wieso glauben eigentlich alle, dass „Vorausschauendes Fahren“ nur bedeutet, dass man dabei nach vorne gucken muss?
Aber ich will mich ja nicht aufregen...

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